Wir lieben unsere Amy auch wenn sie keine Ahnentafel hat. 

 

Und selbstverständlich würden wir Sie nie hergeben.

 

Doch unsere Amy war von Anfang an unser Sorgenkind und wir haben bereits hohe Tierarztkosten bezahlt. Was bei einem guten Züchter nicht passiert wäre.

Sie hatte bereits als Welpe mit Ihrem Magen- und Darmtrakt Probleme und es stellte sich heraus, dass sie Giardien hatte.

Ihre beiden Geschwister und sie wurden wegen Überforderung der Besitzer einfach ohne Mutter in eine Gartenhütte gesperrt. Der Boden wurde mit einer Wachstischdecke ausgelegt, so dass am nächsten Tag die Welpen eingekotet waren. Die Wachstischdecke und auch die Welpen wurden mit dem Gartenschlauch direkt abgespritzt. Noch heute sucht Amy das Weite, wenn man mit dem Gartenschlauch den Garten bewässert.

Mit etwa 1 1/2 Jahren hatte sie Probleme mit dem Laufen, sie weigerte sich viele Schritte aus dem Haus zu gehen.

Der Verdacht bestätigte sich, dass sie Hüftprobleme hatte und seither bekommt sie  Medikamente.

Aber genau aus dieser  nicht so schönen Erfahrung haben wir gelernt, was es bedeutet einen guten Züchter zu haben, der gewissenhaft und ehrlich ist.

Auch wenn ein reinrassiger Hund sein Geld kostet, so ist er dies allemal wert.

Mehr zur Ahnentafel unter dem Bild

Man kann die Ahnentafel eines Hundes als eine Art Geburtsurkunde betrachten.

 

Vermerkt sind Daten wie der Wurftag, der genaue Geburtsort, der vollständige Name, die Rasse, die Fellfarbe, eine eindeutige Kennzeichnung (in der Regel Microchip) sowie die Ergebnisse von eventuell vorgeschriebenen Untersuchungen der Hündin.

 

Ebenso sind natürlich die Eltern, die Großeltern und die Urgroßeltern aufgeführt. Diese sind meist mit ihrer Fellfarbe, der Zuchtbuchnummer und mindestens dem Ergebnis des HD Röntgens angegeben.

(Welche und wieviel Angaben im Stammbaum vermerkt sind, kann je nach Verein variieren.)

Man kann also anhand des Stammbaums z.B. sehen wie gut die Hüftauswertungen über mehrere Generationen sind und ob bzw. wie nah die Eltern miteinander verwandt sind.

(über mehrfach vorkommende Ahnen)

Ein Hund aus einer Inzestverpaarung

(Mutter/Sohn oder Vater/Tochter oder Bruder/Schwester)

ist in unserem Zuchtverein verboten.

Bei Hunden, die eventuell schon über mehrere Generationen

„ohne Papiere“

gezüchtet wurden, gibt es keine Möglichkeit, die Verwandtschaftsverhältnisse der Eltern zu bestimmen.

 

Auch gesundheitliche Untersuchungen wie HD oder ED, Augenuntersuchungen usw. liegen in den seltensten Fällen vor.

Mithilfe des Stammbaums lässt sich sehr viele Generationen zurückschauen und man kann die Abstammung des Hundes erforschen, was sehr interessant ist.

 

In manchen Fällen ist es nötig, einen Nachweis über die Rasse eines Hundes zu erbringen, auch hierfür ist eine Ahnentafel gut.

Und wieviele Menschen die

„ja eh nicht züchten wollten“

es dann doch tun, das ist wieder eine anderes Thema.